Königskerze – mächtige Heilerin
Königlich, kerzengerade und intensiv sonnengelb leuchtend, wachse ich in Eldoria, dem goldenen Land. Auf dem dunklen Kontinent hast du meine Kraft schon einmal gefühlt, mich schätzen und lieben gelernt. Umso mehr beglückt dich unser Wiedersehen in einer neuen Zeitlinie: der Moment für einen Neubeginn auf physischer Ebene.
Ich schenke dir eine Blüte, die deine Zellen in goldgelbes Licht hüllt. Dein Schmerz sitzt feurig, tief und unerträglich in deiner Hüfte, du Liebe. Es ist ein Schmerz, der dir seit deiner Ankunft in Eldoria, diesem lichtdurchfluteten Land am Meer, nachts den Schlaf raubt und dich zermürbt.
Meine Heilenergie begleitet dich, mein Gelb wird den Weg ebnen – hinein in eine erneute, tiefere Begegnung mit dir selbst.
Die Entzündung rumort gleich einem Vulkan kurz vor der Eruption, ein innerer Kampf, der nicht enden will. Es ist die Wut, die du nicht fühlen willst. Dieser Tage umfliegen dich deine Drachenfliegerfreunde, die Libellen.
Sie flüstern dir zu: „Lass dich ein auf das transformierende Feuer.“ Es ist Zeit.
Du stehst vor mir, an der Seite von Filou, dem Dalmatinermischling, atmest goldgelb ein und goldgelb aus, lässt meine Blütenfarbe in all deine Zellen fließen. Dein Atemfluss überwindet sanft und bestimmt jedes innere Hindernis.
Ich schließe die Augen. Mit jedem Atemzug wird das Gold ihrer Blüten wärmer, bis ich nicht mehr unterscheiden kann, ob ich neben der Pflanze stehe oder bereits in ihr Licht eingetreten bin.
Dieser Schmerz hat eine solche Intensität, er zermürbt und zermalmt mich. Ich weiß um den Ruf meiner Seele und spüre, dass ich auf einer tieferen Ebene schauen muss. Mein Widerstand ist nach jahrzehntelangen Therapien und Behandlungen sehr groß.
Mittlerweile erkenne ich die Fibromyalgie als Manifestation verdichteter Traumata.
Ich habe mich daran gewöhnt und weiß, dass jeder Konflikt den Schmerz verstärkt. Und doch setzt diesbezüglich immer wieder eine Art Amnesie ein. Ein Schutzmechanismus und zugleich die Wirkung der Erdzeit. Es braucht Mut, Energie und die Bereitschaft sich selbst zu begegnen.
Das entzündliche Feuer ist eine urewige Wut, die tief in meinem Reptiliengehirn eingebrannt ist. Kurz vor meiner Abreise vom dunklen Kontinent erhalte ich einen Brief, der symbolisch Mondthemen (Mutter, Frau Welt = Mutter Erde) betrifft: mein Widerstand gegen diese Auseinandersetzung hat sich über Jahre angesammelt, die nicht gefühlte Wut gegenüber meiner Familie verteilt sich in meinem Körper und ist von einem neptunischen Schleier umhüllt.
Nach einigen Tagen entdecke ich auf meinem Spaziergang mit Filou einen Klan von Königskerzen, der mich sonnengelb anlächelt. Ihre Blüten, die sich von unten nach oben öffnen, ragen majestätisch und zum Teil meterhoch in den Himmel. Ich esse einige von ihnen und lade den Geist der mächtigen Heilpflanze ein, mich zu führen.
Sie sind Botinnen des alchemistischen Prozesses, der Blei = symbolisch Unwissenheit in Gold = höchstes Bewusstsein = Licht verwandelt.
Ich lausche innerlich ihrer Botschaft: „Solange emotionale Ladungen (Schmerzen) da sind, kann das Licht nicht völlig frei fließen. Unterbewusstes Leiden verzerrt die empfänglichen Zentren fortwährend, so dass sie nicht klar empfangen können.“
Ihre weisen Informationen hallen noch lange in mir nach. Ich sehe, dass einige Pflanzen in einer heiligen Dreiecksform wachsen. Ehrfürchtig trete ich in ihre Mitte.
Ich schaue Filou an und entdecke auf seinen Ohren drei untereinander liegende Punkte, die mir so noch nicht aufgefallen sind. Intuitiv kommt mir der Gedanke, es sei eine astronomischen Sternenkonstellation und tatsächlich. Es ist Orion, wieder einmal staune ich. Jetzt verstehe ich, warum ich Filou oft Noxi nenne.
Kater Noxi war ein Sternenwesen von Sirius. Filou ist wie Noxi absolut nicht von dieser Welt – dann – wie ein kosmischer Blitz – kommt die Information: Zeit für eine neuronale Neuverschaltung im Gehirn.
Aus heiterem Himmel erfasst mich ein blauer Strahl. Mein Körper löst sich in Lichtpartikel auf. Im nächsten Augenblick befinde ich mich auf der sirianischen Sternenbasis.
Noxi heißt hier Nayoran. Er ist eine hochgewachsene Lichtgestalt. Seine strahlend blauen Augen lächeln. Nayoran freut sich, dass er mich durch Filou, seinen Sternenbruder erreicht hat. Telepathisch schickt Nayoran mir Informationen zur Heilsitzung. Wenige Augenblicke später ruhe ich auf einer Liege aus funkelndem, fluidem Kristall. Die Berührung meines Körpers mit dem Material löst einen gleißenden Strom aus Lichtfunken aus.
Nayoran sendet mir den Impuls, mich ganz auf die Wut zu konzentrieren.
Ich spüre, wie das Feuer in mir hochkocht – unkontrollierbar wie ein Sturm.
Gleichzeitig richtet sich mein Blick nach innen. Ich sehe stillgelegte neuronale Schaltkreise, in denen kein Licht mehr fließt.
Mit der Wucht der Emotion werden Lichtimpulse aktiviert. Neue Verbindungen entstehen. Sie leuchten in allen Farben des Regenbogens.
Die Wut verblasst innerhalb weniger Augenblicke.
Etwas Tieferes steigt auf.
Trauer.
Darunter liegt die tiefste Verletzung.
Die Urwunde.
Ich fühle einen immensen Druck, der sich durch meine Gehirnwindungen bewegt. Die eingefrorenen Verbindungen beginnen sich neu zu ordnen. Lichtfunken sprühen in alle Richtungen.
Für einen Augenblick erinnere ich mich an die dunkelsten Phasen meines Lebens: lieber sterben als leben, völlige Sinnlosigkeit und jener dichte, dunkle Nebel, der mich über Jahrzehnte umhüllte.
Aus dem Augenwinkel nehme ich wahr, wie meine inneren Bilder als Film im Raum erscheinen. Sie werden zu einem lebendigen Lehrraum. Nayoran weiht seine Assistenten in die Vielschichtigkeit menschlicher Emotionen ein.
Ich muss lächeln.
Es funktioniert.
Zum ersten Mal erkenne ich die Verkettung meines Lebenskampfes, meinen Widerstand und das Mond-Mutter-Seele-Trauma auf mehreren Ebenen zugleich.
Nayoran schaut mir liebevoll in die Augen.
Im nächsten Moment trägt mich der Transporterstrahl zurück zur Erde, mitten ins Dreieck der Königskerzen. Filou liegt neben mir. Das Sternenwesen von Orion. Aber das ist eine andere Geschichte.
Wellen unendlicher Dankbarkeit für die geistige Führung der Königskerzen durchfluten mein Sein. Der Schmerz in meiner Hüfte ist verschwunden. Eine sanfte neue Schwingungsqualität, getragen von sirianischen Heilfrequenzen, pulsiert durch meine neuronalen Netzwerke. Gleichzeitig durchströmt mich die goldgelbe Blütenessenz der Königskerze.
Gemeinsam mit Filou an meiner Seite genieße ich den Augenblick.

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❤️❤️❤️
Liebe Iris, es ist sehr berührend, wie tapfer Du Dich der heiligen Schlacht im Innen stellst!
Und was Du da alles entdecken darfst! Die feinstoffliche Welt erschließt sich nicht jedem,
ist aber voller Wunder und Magie!
Danke, dass Du uns daran teilhaben lässt!
Licht und Liebe auf dem Weg!
Liebe Annette, danke für Deine mitfühlenden Worte, die immer in mir nachschwinge, von Herzen sei gegrüßt.