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Federica über große Erwartungen

Liebe Zweibeiner, ich bekomme derzeit Besuch von Euresgleichen. Zweibeiner, die in ihrem Leben sehr viel geleistet und gegeben haben.  Auf der Suche nach neuen Horizonten und Kraftquellen kommen sie zu mir. Ich bin nur eine Stute vom Land, aber weit gereist. Ich erlaube allen meine grenzenlose Wärme und Liebe zu spüren. Ich fühle manchmal Traurigkeit und Güte, Hoffnung und Melancholie, die meine Besucher in sich tragen. Die Erinnerung an das Sein mit mir begleitet Euch Zweibeiner auf dem Weg zurück zu Eurer Wesensnatur.

Auch ich komme aus einem Leistungssystem, das Menschen Freizeitsport nennen. Wettkämpfe werden bei vielen zu verbissenen Egospielen, bei denen die Freude auf der Strecke bleibt. Wir Vierbeiner ertragen das häufig lang und erkranken an Gelenken, Haut oder haben Unfälle, die unsere Reiter zu Pausen zwingen.

In den Pausen könnten Erkenntnisse stattfinden, die zu einer Richtungsänderung im Verhalten mit uns und vor allem mit Euch selbst führen. Die wenigsten nutzen das, sondern klagen, dass der Tierarzt, Physiotherapeut etc., versagt oder der Stallbesitzer nicht das richtige Futter hat. Die Verantwortung für Missstände und Leid wird an das Umfeld delegiert. Unter Druck und Stress kann kein Wesen weder mit zwei- noch mit vier Beinen langfristig gesund bleiben. Ihr galoppiert sprichwörtlich über Eure Zerbrechlichkeit und Zartheit hinweg.

In Eurem Lebenssystem wird dann die Erwartung an andere gestellt, das zu richten, was das Umfeld, die Umwelt, Ihr selbst oder Eure Familiensysteme verursacht haben.

Ihr gebt damit die ganze Reparaturarbeit für Eure Seele, die verzweifelt versucht mit Euch zu sprechen an Ärzte, Heiler und Kliniken weiter, die alles für Euch auf Knopfdruck regeln sollen, als sei Eurer Wesen eine Fabrik. Nicht vergessend, dass vieles sich über Jahrzehnte auf Eurem Lebensweg angesammelt hat.

Wow, heute bin ich sehr konkret, Ihr lieben Seelen. Ich möchte Euch Mut machen, gut zu Euch selbst zu sein, denn Ihr seid der wichtigste Zweibeiner in Eurem Leben.

Ich weiß, es fühlt sich unfreiwillig an, wenn Ihr sehr leidet und Schmerzen habt. Aber nur dann beginnt Ihr neue Wege zu gehen. Wenn Ihr leidet, möchtet Ihr schnellstmöglich Heilung. Das ist ganz normal. Wir Pferde geben keinen Laut von uns bei Schmerz und ertragen vieles sehr lange. Ich weiß, dass unter Euch viele sind die lange Zeit lautlos leiden und glauben, dass es normal sei Schmerz zu ertragen.

Es geht mir nicht um Vorwürfe oder Beurteilungen, sondern das Geschenk zu sehen. Ja, ich weiß, Ihr Zweibeiner…. ich sehe förmlich den Ausdruck in Eurem Gesicht. Es geht nicht um gestern und morgen, sondern jetzt seid Ihr auf dem Weg zu Euch. Ist das nicht ein Grund zum Feiern?

Dankbar zu sein an einem Ort der Kraft, in wunderbarer Landschaft mit uns verweilen zu dürfen. Ihr probiert Neues aus und öffnet Euch für Erfahrungen mit neuen Bewegungen, Philosophien, Farbe, Musik, Atmung und ganz viel Fell & Natur.

Ist das nicht wunderbar? Ohne Euer Leid und Eure Krise wärt Ihr nicht hier und wir würden uns nie kennenlernen.

Die Wahrheit für mich ist, dass jeder Schritt in eine andere Richtung, sei es mit Eurem Körper anders umzugehen, lernen zu atmen, denn Euer Atem verbindet Euch mit Eurer Seele so wie wir, viel Übung und Geduld braucht.

Ihr seid großartig und mutig.

Ihr seid Helden des Herzens, die beginnen zu verstehen, dass dieses Leben ein Geschenk ist. Jede neue Erfahrung ist kostbar.

Aber, liebe Zweibeiner, Ihr seid sowieso Heldinnen und Helden, denn Ihr lest meine Botschaft. Seid freundlich und zärtlich zu Euch, Ihr seid wunderbar und einzigartig.

Eure Federica

(meine Zweibeinerin übernimmt keine Verantworung für das Geschriebene!)

Published inBewusstseinLebenskrise

2 Comments

  1. Monika Kluge

    Wie immer, zu Herzen gehend,wunderschön

  2. Liebe Federica, was für ein schönes Foto von Dir und erst Deine verzaubernden Worte an uns. Vielen Dank für all Deine Aura und Dein Sein an meiner Seite. Auch wenn unsere gemeinsame Zeit viel zu kurz war, Du und Deine Zweibeinerin habt mich sehr beeinflusst. Mir ging es damals – vor 6 Monaten – so schlecht. Ich war voller Selbstzweifel, Selbsthass, Müssen und Angst. Inzwischen geht es mir viel besser, ich kann mit mir sein, wenigstens immer öfter, im hier und jetzt, weniger Grübeln… und Rückschläge hauen mich nicht mehr so schrecklich um, sondern danach geht es auch wieder bergauf mit viel atmen und loslassen… dank Dir und Euch bin ich auf einem guten Weg🙏🏻😍

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